Heute jährt sich der Fall der Mauer zum 20. Mal.
20 Jahre Freiheit, 20 Jahre Einigkeit.
Ohne den zweiten Weltkrieg hätte es diese Mauer nicht gegeben. Aber ist die Mauer auch ein Resultat dessen, was man den Juden angetan hat? Ich wage es, “ja” zu sagen und komme kurzerhand zu meiner These:
Alles, was man den Juden antut, kommt auf einen zurück. Segnet man sie, erhält man Segen, unterdrückt man sie, wird man unterdrückt.
Ich könnte bis auf Abraham zurückgehen, um diese These zu belegen, fange aber beim Volk Israel in der ägyptischen Gefangenschaft an. Es scheint ein Prinzip zu geben, dem hier gefolgt wird.
Laut der Bibel und anderen ägyptischen geschichtlichen Aufzeichnungen sollte der starken Vermehrung der Israelis vor ca. 4000 Jahren Einhalt geboten werden, indem die Ägypter, bei denen sie wohnten, ihre männlichen Nachkommen im Nil ertränkten. Kurz darauf wurde die gesamte männliche Gefolgschaft des Pharao, samt seinen Söhnen und all seinen Soldaten, im roten Meer ertränkt, nachdem Israel hindurchgegangen war.
Haman, eine große Persönlichkeit unter König Xerxes (ca. 480 v.Chr.), wollte das ihm verhasste Volk der Juden ausrotten und baute für Mordechai, einem der damaligen jüdischen “Anführer” einen Galgen. Nur kurze Zeit später hing man ihn selbst daran und rottete seine Familie aus (Nachzulesen im Buch Esther).
Es gibt noch sehr viele weitere Beispiele (6-Tage-Krieg 1967, Daniel in der Löwengrube, etc.), die ich aufgrund des möglichen Interessenmangels hier nicht detaillierter auflisten will. Jetzt möchte ich kurz aufzeigen, dass auch zu Hitlers Zeiten dieses Prinzip galt und wir Deutschen es bis vor 20 Jahren am eigenen Körper spüren mussten.
Es geht wieder um das Volk der Juden. Unter dem Naziregime steckte man sie in Stadtteile, Ghettos, und baute hohe Mauern darum. Als zweiten Schritt setzte man jüdische Leute zu Aufseher über ihr eigenes Volk. Man brachte sie soweit, dass sie gegen ihr eigenen Volk Waffengewalt anwandten.
Die Ernte dieses Vorgehens hatte Deutschland in einer Weise zu tragen, wie sie kein Zufall sein kann. Man unterteilte unser Land, riss Deutschland in zwei Hälften und brachte Deutsche dazu, andere Deutsche umzubringen, wenn diese frei sein wollten. Unglaublich, da hat sich der Spieß einfach umgedreht.
Dieses Prinzip wird sich weiterhin beobachten lassen. Der nächste, der sich in Acht nehmen muss, ist meiner Ansicht nach Irans Präseident Ahmadenischad. Mit seinen Äußerungen über Israel und den Wünschen, die er hegt, hat er sein eigenes Urteil geschrieben.
Es gibt aber auch eine positive Seite. Wer nämlich jüdische Freunde oder Bekannte hat und diese “segnet”, d.h. besonders gut mit ihnen umgeht, kann sicher sein, dass es ihm belohnt wird.
Beispiele dafür haben wir in der Bibel genug, in unseren Zeiten wird es sichtbar, wenn wir betrachten, wie es Spanien vor und nach der jüdischen Vetreibung (ca. 1430) ging. Auch die Weltmacht USA hat es zu bestimmten Teilen ihrer unterstützenden Haltung Israels gegenüber zu verdanken, dass sie diese bedeutende Position in der Welt einnimmt. Doch man merkt: Zugunsten einer Friedenspolitik im nahen Osten wird die amerikanische Haltung zu Israel immer wackliger.
Bin gespannt, wie das alles noch weitergeht. Bis dato aber: “Einigkeit, und Recht und Freiheit!“
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Lex sagte am 14. November 2009, 21:55 | Antworten
Eine sehr provokante These, gleichwohl nicht ganz unberechtigt. Ich würd trotzdem eher vorsichtig sein. Der Staat Israel trifft Entscheidungen, die man keineswegs segnen kann. Außerdem: Israel ist moralisch total verlottert. Die Regierung von Korruption und Unmoral durch und durch verseucht. Segnen kann ich das nicht. Was aber die Juden als Volk angeht, da würd ich dir jedoch grundsätzlich zustimmen.
Übrigens: wenn man die 5.5 Millionen getöteten Deutschen während des Krieges bedenkt, sowie, das Deutschland nach dem 2. Weltkrieg zusätzlich die Gebiete östlich der Oder dauerhaft verloren haben (ca. 1 Drittel) aus denen 12 Millionen Deutsche vertrieben wurden und von denen viele umkamen (man spricht von 2.2 Millionen “ungeklärten Fällen”) dann ist der Verlust noch weitaus drastischer.