5 Zeichen, dass du im Glauben müde geworden bist

Nach einer langen Zeit am Steuer eines Auto kann es überlebenswichtig sein, die eigene Wachsamkeit zu überprüfen.In einer Extra-Ausgabe des ADAC werden einige Kennzeichen aufgezeigt, die man sehr gut auf sein geistliches Leben anwenden kann.

Etwas später werde ich versuchen, einige praktische Tipps zu geben, wie man wieder wach werden kann, wenn man Müdigkeit festgestellt hat. Let’s go!

Artikel vorlesen:

Du erkennst, dass du müde bist, …

  1. wenn deine Stimmung sich verschlechtert. Du bist schneller gereizt, nervös oder gar aggressiv und fühlst dich innerlich unruhig
  2. wenn du Schwierigkeiten damit hast, die Spur zu halten und unbeabsichtigt über den Randstreifen fährst
  3. wenn du das Gefühl hast, die Straße werde enger
  4. wenn du dich nicht mehr konkret an die letzten gefahrenen Kilometer erinnern kannst
  5. wenn du Straßenschilder übersiehst und die Ausfahrt verpasst

Jedem Autofahrer ist die eine oder andere Sache sicherlich schon mal passiert. Dann heißt es: Einen Energy-Drink zu sich nehmen, Zähne zusammenbeißen, Streichhölzer zwischen die Augenlider, Fenster auf und auf 230 km/h beschleunigen, sofern möglich. Gute Idee?

Darüber kann man lachen – habe ich alles schon einmal versucht. Die Option, auf einem Parkplatz zu übernachten, stand bei mir nie zur Debatte, also ließ ich mich manchmal zu waghalsigen Dummheiten verleiten. Das hätte natürlich schnell böse enden können.

Aus der Broschüre des ADAC geht auch hervor, dass die meisten müdigkeitsbedingten Unfälle nachts geschehen, sprich in der Dunkelheit. Kein Wunder, oder?

Check: Wie müde ist dein Glaube?

Überträgt man die oben genannten Punkte nun auf den Glauben, ergeben sich folgende Gedanken:

Du erkennst, dass du geistlich wieder aufwachen musst, wenn…

  • dir innerlich der Frieden, die Ruhe oder die Freundlichkeit fehlt, wenn du schnell aufbraust oder du und dein Umfeld unter deinen Gefühlsschwankungen leiden
  • dir die Angebote und Versuchungen der Welt immer verlockender erscheinen und du Schwierigkeiten hast, auf dem geraden Weg zu bleiben. Dazu gehört auch, Dinge am Straßenrand länger zu betrachten als nötig, weil man von der Straße und von seinem eigentlichen Weg abgelenkt wird (Unfallgefahr!)
  • du das Gefühl bekommst, die Straße werde immer enger – schnüren die manche Aussagen und Aufforderungen der Bibel zunehmend den Hals zu? Empfindest du die Gebote in der Bibel als unangenehm und bedrückend? Engt dich ein, was dir vorher geholfen hat, die Spur zu halten?
  • du nicht mehr rechtzeitig merkst, wenn du mit einer bestimmten Sache aufhören musst und somit die „Ausfahrt“ verpasst… und das immer und immer wieder…
  • du nicht mehr weißt, was du in der letzten Zeit noch in deinem Glauben erlebt hast – wenn da überhaupt noch irgendetwas war.

Na, müde geworden? Oder schon eingeschlafen?

Wie man wieder wach wird

Es hilft ja alles nichts auf Dauer, wenn man im Wagen müde wird. Kaffee und Energy Drinks, offenes Fenster und eine kneifende Ehefrau auf dem Beifahrersitz sind meist nur eine Abhilfe für kurze Zeit. Was hilft wirklich?

1. Passiv Kraft tanken

Zuerst einmal: Schlafen. Wie man das auf der Autobahn macht, will ich hier nicht ansprechen, sondern gleich weiterdenken. Schlafen bedeutet, von allem loszulassen.  Alles aus den Händen legen, was einen beschäftigt. „Passiv“ Kraft tanken. Das funktioniert am besten auf einer Freizeit oder einer mehrtägigen Veranstaltung, die einem dabei hilft, neu zu fokussieren. Ich war letztes Jahr beispielsweise auf einer Predigerkonferenz. Hier konnte ich geistlich „entschlacken“ und auftanken durch einfaches Zuhören.

2. Schuld bekennen

Wenn du richtig wach werden willst, gehst du nach dem Schlafen am besten duschen. Das hilft wirklich! Zudem macht es dich auch noch sauber. Genau diese Reinheit willst du auch in einem wachsamen Leben haben. Du bekommst sie, indem du Schuld bekennst und sie aussprichst. Indem du beteiligte Menschen um Verzeihung bittest und Fehler wieder gut zu machen versuchst, wenn möglich. Das reinigt dein Gewissen, sodass du unbekümmert weitergehen kannst.

3. Aktiv Kraft tanken

Das heißt: Gesund frühstücken. Klingt einfach, ist aber die wichtigste Mahlzeit des Tages. Frühstücken bedeutet, aktiv Kraft zu tanken. Übertragen heißt das, man wählt gute Nahrungsmittel aus, um sich auf den Tag und alles was kommt, vorzubereiten. Du kannst es auch Stille Zeit nennen, beten, dir irgendwelche hilfreichen Botschaften reinziehen.

4. Augen auf und ran an die Arbeit

Das bedeutet – mit Besonnenheit rein in den Tag! Ja, sei aktiv. Hänge nicht faul herum. Suche aktiv nach Betätigungsfeldern. Sei niemand, den man immer mit der Nase auf Dinge stoßen muss, damit sie getan werden. Dadurch erledigen sich die Dinge nicht nur schneller, du wirst nebenbei auch noch ganz von selbst zu einem Vorbild. Wenn du durchgehend etwas zu tun hast, hast du auch viel weniger Möglichkeiten, wieder müde zu werden, bis es Zeit dafür ist. Du bekommst auch seltener die Gelegenheit, Versuchungen in die Falle zu treten, wenn du ein Ziel vor Augen hast.

5. Rechtzeitig nachtanken

Höre auf deinen Körper und auf die leise Stimme in dir. Das ist übrigens auch für deine körperliche Gesundheit sehr wichtig. Wenn du versuchst, mehr aus dir herauszuholen, als du wirklich leisten kannst, macht dich das am Ende wieder müde. Wenn du merkst, dass die Müdigkeit wieder kommt, handle schnell und richtig. Mache Pausen. Tanke nach. Melde dich zu Freizeiten oder zu einem Einsatz an. Lass nicht zu, dass du durch irgendetwas beschmutzt wirst – und wenn doch, geh duschen (du weißt, was ich damit meine!).

Was hier so einfach klingt, verursacht oft viel Mühe. Nicht umsonst hat Jesus gesagt, dass wir wachen und beten sollen. Auch weist uns Paulus im Philipperbrief darauf hin, es nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, als er sagt:

Liebe Freunde, als ich bei euch war, habt ihr meine Anweisungen immer treu befolgt. Jetzt, in meiner Abwesenheit, müsst ihr noch mehr darauf achten, dass Gottes Liebe in eurem Leben sichtbar wird. Deshalb gehorcht Gott voller Achtung und Ehrfurcht.

Meine Frage: Wie hältst du dich wach?

Bildquelle ganz oben: Huffington Post

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1 Kommentar

  1. Alex

    Ich halte mich wach durch Bibel lesen & Gebet! Wobei mir das des öfteren auch schwer fällt und ich anfange, müde zu werden.