Gott hat einen Plan mit dir

Seit ich denken kann, wollte ich wissen, ob es einen „göttlichen Masterplan“ für mein Leben gibt. Als ich 21 war, sagte eine gute Freundin einmal wörtlich „Albert, ich glaube Gott hat Großes mit dir vor!“ So ein Spruch streichelt das Ego wie nichts anderes. Bis heute habe ich von der Erfüllung dieser Aussage jedoch nicht viel bemerkt. Der Wunsch danach ist aber in uns alle da: Etwas „Großes“ für Gott zu tun.

Wer im Kleinen treu ist, ist es auch im Großen. Wer im Kleinen untreu ist, ist es im Großen auch.

Ich bin mir jedoch sicher, dass es nicht darum geht, große Dinge zu vollbringen. Im Gegenteil. Nicht nur, dass mit großen Aufgaben auch große Verantwortungen kommen und man oft schwere Lasten auf sich nimmt – man ist Versuchungen auch deutlich stärker ausgesetzt, wenn man die Motivation nicht hinterfragt, aus der dieser Wunsch entspringt.

Und dennoch: Gott hat einen ganz bestimmten Plan für jedermanns Leben. Erkennen kann man diesen Plan meistens nur, wenn sich der Mensch Gott als Werkzeug zur Verfügung stellt. Ich schreibe „meistens„, weil Gott auch mit ungläubigen Menschen seinen Plan hat und sie lenkt, um etwas zu bewerkstelligen, das nur durch diesen Menschen in dieser bestimmten Situation erledigt werden kann.

Die Frage, die sich mir stellt, ist:

Wie erfahre ich, was Gott mit mir vor hat?

Kann ich überhaupt jemals klar wissen, was meine Berufung ist? Ich denke: Ja, wobei sich unsere Berufung im Leben sogar ändern kann und wir verschiedene Aufgaben nur eine gewissen Zeit lang erledigen (sollen).

Finde heraus, was deine Berufung ist

Zwei Bibeltexte sollten wir uns zuerst lesen, und dann kurz darüber nachdenken:

Epheser 2, 10: Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen.

Noch bevor du geboren wurdest, hatte Gott einen Zweck und einen Plan für dein Leben. Ihm warst du wertvoll, noch bevor du irgendetwas getan hattest. Er möchte, dass du diesen Zweck und Plan in deinem Leben erfüllst. Entdecke, was Gott mit dir tun möchte. Was ist deine Leidenschaft im Leben? Was reizt dich? Das können Zeichen sein für das, was Gott mit deinem Leben tun will.

Den zweiten Abschnitt verpacke ich wegen der Länge:

1 Saulus führte weiterhin einen wütenden Kampf gegen die Jünger des Herrn. Er drohte ihnen mit dem Tod und war entschlossen, die Gemeinde auszurotten. Auch in Damaskus wollte er die Anhänger der neuen Lehre aufspüren, um sie alle – Männer wie Frauen – in Ketten nach Jerusalem zu bringen. Zu diesem Zweck wandte er sich an den Hohenpriester und bat ihn um Briefe mit einer entsprechenden Bevollmächtigung, die er den Synagogen in Damaskus vorlegen wollte. 3 Als er nun nach Damaskus unterwegs war und die Stadt schon fast erreicht hatte, leuchtete plötzlich vom Himmel her ein Licht auf. Von allen Seiten umgab ihn ein solcher Glanz, 4 dass er geblendet zu Boden stürzte. Gleichzeitig hörte er, wie eine Stimme zu ihm sagte: »Saul, Saul, warum verfolgst du mich?« – 5 »Wer bist du, Herr?«, fragte Saulus. Die Stimme antwortete: »Ich bin der, den du verfolgst; ich bin Jesus. 6 Doch jetzt steh auf und geh in die Stadt! Dort wird man dir sagen, was du tun sollst.« 7 Die Männer, die mit Saulus reisten, standen sprachlos ´vor Bestürzung` dabei; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand. 8 Saulus richtete sich vom Boden auf und öffnete die Augen, aber er konnte nichts sehen. Seine Begleiter mussten ihn bei der Hand nehmen und nach Damaskus führen. 9 Drei Tage lang war er blind, und er aß nichts und trank nichts. 10 In Damaskus lebte ein Jünger ´Jesu` namens Hananias. Zu ihm sagte der Herr in einer Vision: »Hananias!« – »Ja, Herr?«, erwiderte Hananias. 11 »Geh in die Gerade Straße«, befahl ihm der Herr, »und frage im Haus des Judas nach einem Saulus aus Tarsus. Du musst Folgendes wissen: Saulus betet, 12 und in einer Vision hat er gesehen, wie ein Mann namens Hananias in sein Zimmer tritt und ihm die Hände auflegt, damit er wieder sehen kann.« 13 »Herr«, entgegnete Hananias, »von den verschiedensten Seiten habe ich erfahren, wie viel schreckliche Dinge dieser Mann in Jerusalem denen angetan hat, die zu deiner Gemeinde gehören. 14 Außerdem ist er von den führenden Priestern dazu ermächtigt, hier in Damaskus alle zu verhaften, die sich zu deinem Namen bekennen.« 15 Aber der Herr sagte: »Geh ´trotzdem` zu ihm! Denn gerade ihn habe ich mir als Werkzeug ausgewählt, damit er meinen Namen ´in aller Welt` bekannt macht – bei den nichtjüdischen Völkern und ihren Herrschern ebenso wie bei den Israeliten. 16 Und ich will ihm zeigen, wie viel er ´von jetzt an` um meines Namens willen leiden muss.«

Saulus hatte eine schreckliche Vergangenheit. Er widmete sein Leben der blutigen Verfolgung von Christen. Aber Gott hatte einen Plan für sein Leben. Gott benutzte Saulus, der schließlich zu Paulus wurde, um die Botschaft von Jesus zu verbreiten und die Hälfte des Neuen Testamentes zu schreiben! 

Wisse, dass deine Vergangenheit Gott nicht davon abhält, dich in eine erstaunlichen Weise zu gebrauchen. Es ist dabei vollkommen egal, was du durchgemacht hast, was du getan hast oder wer du warst. Ist das nicht stark?

Bild oben: photocase

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