Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft…

Der folgende Beitrag ist ein Zeugnis einer persönlichen Gebetserhörung von mir im Zusammenhang mit einem Erlebnis in letzter Zeit. Alles begann eigentlich schon vor zwei Jahren, als meine Frau und ich uns überlegten, dass es an der Zeit wäre, bald umzuziehen. Zu viert wurde es uns in unserer Drei-Zimmer-Wohnung einfach mit jedem Tag enger. Alles spielte sich im Wohnzimmer ab, egal ob essen, schlafen, spielen, bügeln oder Gäste unterhalten. Weil Benny nicht gut mit Johnny in einem Zimmer schlafen konnte, belegte er nachts unser Schlafzimmer – wir waren aufs Wohnzimmer ausgewichen und bauten jeden Abend das Sofa zum Bett um – mehr als ein Jahr lang ging das so.

Nachdem wir uns nicht einmal sicher waren wohin es uns wohnmäßig verschlagen würde (wir waren bereit, bis zu 100 Kilometer weiter südlich Richtung Stuttgart zu ziehen), mehrmals einige Musterhaus-Ausstellungen besucht hatten, uns immer wieder Immobilien-Scout Angebote von diversen Makler zeigen ließen, waren wir schlussendlich doch nie wirklich zufrieden mit der Gesamtsituation.

„Gott, wo willst du uns haben?“

Weil wir nicht wussten, ob wir hier bleiben oder Mosbach verlassen sollten, machten wir dies zu einem ständigen Gebetsanliegen: „Gott, wo willst du uns haben?“ Die einzige Antwort erhielten wir immer wieder nur darin, dass wir in der Gemeinde, in der wir derzeit aktiv sind, stark gebraucht werden. Sicherlich würde man auch ohne uns zurecht kommen. Aber ich merkte, dass es grundlegend zu meinen Aufgaben gehört, den Chor, die Jugend und anschließend die Teenies zu führen, in der Gemeindeleitung und beim Predigt-Dienst aktiv zu sein und die Medien-Arbeit der Gemeinde zu lenken. Weil sowieso schon die meiste Arbeit auf wenigen Schultern lastet, würde es der Gemeinde wohl einen spürbaren Stoß verpassen, wenn wir gehen würden.

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