Mephiboseth – Ein Bild für Gottes bedingungslose Erlösung

Der heutige Beitrag richtet sich an Christen, deren Leben innerlich durcheinander ist und die das Gefühl haben, nicht mehr nach Gottes Maßstäben zu leben.

Die nach außen hin ordentlich aussehen und bei denen sich niemand vorstellen kann, dass es ihnen innerlich geistlich gesehen schlecht geht.
Wenn du nicht zu dieser Gruppe gehörst, kannst du dich jetzt zurücklehnen. Ich weiß aber, dass es Leute gibt, die sich oft genauso fühlen und einen Weg aus dem Dilemma suchen – schön dass du mitliest!

Was ist das eigentlich, „Erlösung“ ?

Wir reden oft so selbstverständlich darüber, als hätten wir genau verstanden, was es bedeutet. Wir gehen ganz sicher damit um und können es allen erklären, aber wisst ihr was? Die ganze Tiefe dieser Erlösung haben nur die Allerwenigsten wirklich begriffen – ich zähle mich mich nicht selbst dazu. Man merkt es daran, dass wir oft noch versuchen, zu unserer Erlösung gute Werke hinzuzufügen. Dass manche sich unsicher sind, ob sie wirklich gerettet sind, wenn sie jetzt sterben würden. Dass wir andere immer wieder beurteilen und verurteilen und damit eigentlich sagen: „So wie du deinen Glauben lebst, sehe ich schwarz für deine Ewigkeit“ – als ob es uns zustehen würde, über das Heil unseres Nächsten zu urteilen.

Die Erlösung ist die bedeutendste Sache, die Gott jemals vollbracht hat.

Die Erlösung ist die bedeutendste Sache, die Gott jemals vollbracht hat. Es ist das Wichtigste, das in meinem Leben jemals passiert ist. Und Gott hat das alles getan.
Bevor es Menschen gab, haben der Vater, der Sohn und der Heilige Geist entschieden, wie sie die Erlösung für diese Menschen schaffen würden. Dass die Erlösung ein ewiges Geschenk vom himmlischen Vater sein sollte, die auf nichts anderes gegründet ist als auf seiner Liebe und Gnade. Die Erlösung errettet vom ewigen Tod und vor der Strafe, die eine Folge der Sünde ist, die in uns allen steckt. Und wie wird man errettet?
Wer den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden (Joel 3,5)

Ich bin nicht erlöst, weil ich Gott treu geblieben bin. Ich bin erlöst, weil Gott MIR treu geblieben ist und immer treu bleiben wird. Ich war so oft untreu und ich werde es leider immer wieder sein – und wenn du von dir selbst das gleiche sagen kannst, dann bist du nicht alleine damit.

Aber genau das ist das Besondere, das Großartige an der Erlösung, das ist der Grund, wieso wir jubeln und uns freuen dürfen, weil Gott Leute aussucht, die Fehler machen und unvollkommen sind. Er will sie verändern in sein Bild und sie seinem Sohn Jesus immer ähnlicher machen.

Werfen wir einmal einen Blick ins Neue Testament. Man kann dazu auch sagen „das neue Bündnis„. Das alte Testament war der alte Bund, und das neue Testament ist ein neues Bündnis zwischen Gott und Mensch. Im neuen Bündnis ist es so: Wer den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden. So einfach war es im alten Bündnis ja nicht. Im alten Testament sehen wir, dass es eine tägliche Erinnerung daran gibt, dass der Mensch von sich aus nicht gut sein kann. Jeder musste für seine Sünden aufwändige Opfer darbringen. Im neuen Testament dagegen werden wir immer wieder daran erinnert, dass das Opfer bereits geschehen ist und wir daran glauben müssen, dass Jesus deine und meine Sünde auf sich genommen hat. Das führt zur Erlösung. Halleluja, was für ein freier Zugang für jeden der möchte!

Ein Bild für diese einfache Erlösung, die wir heute haben, gibt es in einer Geschichte im alten Testament, und zwar im Leben des Mannes namens

Mephiboseth

In 2. Samuel 9 bekommen wir eine Illustration der Freundlichkeit, Barmherzigkeit und unverdienter Gnade die wir von Gott erhalten. Als Bibelleser kennt man Leben von David. In diesem Kapitel sehen wir David in einem guten Zustand. Er ist König, die Dinge laufen gut, und er blickt auf die Tage zurück, an denen er vor Saul geflohen ist, der sein schlimmster Feind war. Und er vermisst die Tage mit Jonathan, seinem besten Freund. Das beachtenswerte daran ist, dass sein bester Freund der Sohn seines schlimmsten Feindes war!

Und jetzt, als David auf dem Thron ist, denkt er an seine Freundschaft zu Jonathan, der im Krieg gefallen ist. Und er stellt eine Frage (2. Sam 9,1):

Und David sprach: Ist noch jemand da, der vom Hause Sauls übriggeblieben ist, daß ich Güte an ihm erweise um Jonathans willen?

David hätte Rache üben können wegen der ständigen Verfolgung von Saul, aber das war nicht sein Anliegen. Er wollte jemandem Gutes erweisen. Warum? Um seines Freundes Jonathan willen, weil sie sich so nahe waren.

Ab Vers 2 geht es so weiter:

Es war aber ein Knecht vom Haus Sauls, der hieß Ziba; den riefen sie zu David. Und der König sprach zu ihm: Bist du Ziba? Und er sprach: Dein Knecht! Und der König sprach: Ist noch jemand da vom Haus Sauls, daß ich Gottes Gnade an ihm erweise? Ziba sprach zum König: Es ist noch ein Sohn Jonathans da, der lahm an den Füßen ist. Und der König sprach zu ihm: Wo ist er? Und Ziba sprach zum König: Siehe, er ist in Lodebar, im Haus Machirs, des Sohnes von Ammiel! Da sandte der König David hin und ließ ihn aus Lodebar holen, aus dem Haus Machirs, des Sohnes von Ammiel.

Lodebar bedeutet „Verlassenes, trostloses Land, einsam, wüst und leer“. Ein lahmer Mann in einem hoffnungslosen Land. So lebte Mephiboseth.

Folgen wir der Stelle ab V. 6 des selben Kapitels:

Und Mephiboset, der Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, kam zu David, und er fiel auf sein Angesicht und verneigte sich. Und David sprach: Mephiboset! Er aber sprach: Siehe, dein Knecht! Und David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht; denn ich will gewiß Gnade an dir erweisen um deines Vaters Jonathan willen […]

Es ist doch interessant: So oft, wenn Gott sich den Menschen gezeigt hat, fing es mit eben diesen Worten an: Fürchte dich nicht! Gott will nicht, dass wir vor ihm Angst haben. Manchmal haben Menschen Angst, in den Gottesdienst zu gehen weil sie sich vor Gottes Heiligkeit in Betracht auf ihre Schuld fürchten. Manchmal haben Christen sogar Angst zu beten, weil sie sich davor fürchten, etwas Falsches zu sagen, auch wenn es nur Menschenfurcht ist.

Laufe immer zu Gott, wenn du Fehler gemacht hast.

Bitte lasst uns das verstehen: Gott ist nicht auf der Suche nach Fehlern, für die er uns bestrafen kann. Viele denken noch so! „Das ist mir nur als Vergeltung geschehen, weil ich dies oder jenes getan habe.“ Gott will sich nicht an uns rächen! Er ruft uns durch Züchtigung , die sich durch unglückliche Zwischenfälle zeigen, zurück zu sich, weil er uns vergeben will! Er will uns reinigen, nicht sich an uns rächen! Darum laufe immer zu Gott, wenn du Fehler gemacht hast. Lauf nicht weg von ihm, lauf zu Ihm! Er wird dir vergeben und dich wiederherstellen!

Mephiboseth steht also nun vor David, der ihn ja noch nicht gekannt hat. Und so sagt er dann auch: „Junger Mann, ich habe dich noch nie gesehen, aber um deines Vaters Jonathan Willen will ich dir Güte erweisen.“ Er sagt weiter in Vers 7:

Ich will gewiss Gnade an dir erweisen um deines Vaters Jonathan willen und will dir alle Felder deines Vaters Saul wiedergeben; du aber sollst täglich an meinem Tisch das Brot essen!

Damit meint er: „Ja, Jonathan ist gestorben, aber sein Blut fließt in deinen Adern, und deswegen gefällt es mir! dir Gutes zu tun. Du darfst ab sofort das beste Essen des Landes genießen, nämlich an meinem eigenen Tisch, und die ganzen Ländereien deines Großvaters Saul will ich dir auch noch dazugeben!“

Unglaublich, oder?

Und nun kommen wir zum Thema „Erlösung“ – dazu lesen wir das Kapitel zuende:

Da verneigte er sich und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, daß du dich wendest zu einem toten Hund, wie ich einer bin? Und der König rief Ziba, den Knecht Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Saul und seinem ganzen Haus gehört hat, das habe ich dem Sohn deines Herrn gegeben. So bestelle ihm nun sein Land, du und deine Söhne und deine Knechte, und bring die Ernte ein, damit der Sohn deines Herrn Brot zu essen hat; Mephiboset aber, der Sohn deines Herrn, soll täglich Brot an meinem Tisch essen! Ziba aber hatte 15 Söhne und 20 Knechte. Und Ziba sprach zum König: Ganz so, wie mein Herr, der König, seinem Knecht gebietet, wird dein Knecht es machen! Und Mephiboset wird an meinem Tisch essen wie einer der Königssöhne! Und Mephiboset hatte einen kleinen Sohn, der hieß Micha. Und alle, die im Haus Zibas wohnten, dienten Mephiboset. Mephiboset aber wohnte in Jerusalem, denn er aß täglich am Tisch des Königs. Er war aber lahm an beiden Füßen.

Der König wollte mit mir sprechen!

Hier haben wir das Bild der Erlösung: Gott, der Vater, hatte so ein Mitleid mit mir, dass er den heiligen Geist ausgesandt hat, um mich zu finden. Wo war ich? An einem trostlosen, wüsten, verlassenen Ort, in einem schlechten Zustand. Aber in diesen Zustand hat Gott den heiligen Geist geschickt um mir zu sagen: „Der König möchte mit dir über etwas reden!“ Und der heilige Geist hat mich dann zum altrauhen Kreuz gebracht. Und wie kam ich zum Kreuz? Ängstlich und verzagt, ich habe meine Schuld gefühlt, mein Leben war ein einziges Durcheinander, das wusste ich – und dennoch wollte der König mit mir sprechen, mit mir!

Und er sagte: „Fürchte dich nicht! Ich bin nicht hier um dich zu bestrafen oder es dir heimzuzahlen, sondern weil ich dich mit einer ewigen Liebe liebe und weil ich dir Freundlichkeit erweisen will um Jesu Willen! Es liegt nicht daran dass du gut bist oder etwas ehrbares vollbracht hast, sondern daran, dass ich meinen Sohn Jesus so liebe. Er war gehorsam, hat nie gesündigt, hat alles auf sich genommen, nur um meinen Willen zu tun. Es geht nicht um dich, sondern es geht um Jesus! Weil ich Jesus so liebe, erweise ich DIR die Gnade!“ Danke Jesus!

Manche denken vielleicht, dass sie etwas verloren haben, als sie zu Jesus kamen. Aber das ist die falsche Sichtweise: Gott gibt sogar noch Segnungen dazu, wenn wir zu ihm kommen!

Er löst von ungesunden Bindungen und schenkt Freiheit und Gesundheit, er korrigiert das Denken und schenkt eine aufrichtige Herzenshaltung, die vor Depressionen und falschen Gefühlen bewahrt, er führt Familien wieder zusammen und versöhnt Geschwister und schenkt den Frieden, er beantwortet Lebensfragen, löst von Zweifeln und Unsicherheit und schenkt wahre Identität und damit Charakterstärke und vor allem: Er vergibt und liebt und schenkt uns so Liebe zu ihm und zum Nächsten. Sei froh, dass du die ganzen Dinge zurücklassen durftest, als du zu ihm gekommen bist. Sei froh, dass du die ganzen Dinge zurücklassen kannst, wenn du heute zu ihm kommst! Es wartet so viel Gutes auf dich!

Und dann sagt er: „Von jetzt an wirst du mit mir an meinem Tisch essen!“ – Was? Ich? Aber ich bin lahm an beiden Füßen?!!

Manchmal lässt Gott zu, dass Menschen zu Krüppel werden.

Man spricht oft darüber, dass Gott Menschen heilt aber man spricht selten darüber, dass Gott Menschen auch lähmt und in gewisser Weise zum Krüppel macht. Gott hat Jakob „beschädigt“. Jakob kämpfte mit Gott die ganze Nacht hindurch, und Gott berührte ihn an der Hüfte, sodass Jakob anschließend sein Leben lang durchs Leben hinkte. Warum hat Gott das gemacht?

Damit, wenn die Zeiten besser werden, Jakob sich immer daran erinnert, in welchen Schwierigkeiten er steckte. Sein Bruder verfolgte ihn und wollte ihn umbringen, sein Schwiegervater war auch hinter ihm her, es gab viele Probleme. Aber er würde sich immer an diese Nacht erinnern, in der er den Segen von Gott erzwungen hatte. Als er Gott nicht loslassen wollte, obwohl die Sonne schon aufging und als er wusste: „Du bist das Beste, das ich im Moment habe und ich lasse dich nicht los, es sei denn du segnest mich!“

Und Gott ging darauf ein, gab ihm den Segen und einen neuen Namen. Aber er beschädigte Jakobs Hüfte, damit Jakob ja nicht vergessen sollte, was hier gerade passiert war. Damit, wenn die Kinder vor seinem Zelt spielend und lachend herumlaufen, wenn seine Herden angewachsen sind und sich zahllos vermehrt haben, wenn er das Leben in vollen Zügen genießen kann, dass er dann den Schmerz in seiner Hüfte fühlt und sich daran erinnert: Du bist nicht gesegnet, weil du gut bist, sondern weil ich treu bin! 

Ich persönlich glaube, dass Gott uns manchmal lahm belässt. Die Seele ist errettet, die Beziehung zu ihm steht, aber so mancher von uns hat seinen „Pfahl im Fleisch„. Und er befreit uns nicht davon, damit wir nicht vergessen, warum wir gesegnet sind und wo wir Heilung finden.

Zu Jesu Zeiten lag man beim Essen zu Tisch, zumindest in höheren Kreisen. Nicht aber damals zu Davids Zeiten. Der König hatte einen Tisch und Stühle. Und etwa so stelle ich es mir vor, als Mephiboseth zum ersten Mal am Tisch des Königs saß, als die anderen Söhne des Königs reinkamen:

„Vater, wer ist das denn?“ – Das ist Mephiboseth!
„Wer ist denn Mephiboseth?“ – Das ist der Sohn von Jonathan!
„Aber Vater, das ist doch der Enkel von König Saul, deines schlimmsten Feindes! Das kannst du doch nicht machen? Jetzt werden die Leute vielleicht denken, dass du ihn später noch zum König machen willst?“
Und David meinte vielleicht: „Ruhe jetzt! Setzt euch!“

Und so saßen sie da, und keiner von ihnen wusste, was unter dem Tisch los war, dass Mephiboseth nämlich seine Beine nicht verwenden konnte – dass er abwärts von der Hüfte ein Krüppel war!

Solange ich am Tisch des Königs sitze, ist alles gut.

Das ist das Besondere, wenn man am Tisch des Königs sitzt. Deine Lähmungen sind nicht sichtbar. Wenn du am Tisch des Königs sitzt, spielt es keine Rolle, ob du „beschädigt“ bist. Mancher von uns sitzt nun schon 40 Jahre am Tisch des Königs, bei mir sind es weniger. Aber ich bin immer noch unfähig, selbst zu gehen! Es gibt sehr gutes Essen und ich wurde unglaublich gesegnet, aber ich sitze da und bin lahm! Aber solange ich am Tisch des Königs sitze, ist alles gut!

Der König übersieht meine Lahmheit, er zieht sie für seine Wohltat an mir nicht in Betracht. Nein, viel mehr, er hat versprochen, dass ich mein Leben lang an seinem Tisch sitzen werde, bis ich sterbe!

Jesus sagt auch heute: „Schau nicht unter den Tisch! Weil wenn du das tust, wirst du sehen, dass du nicht der einzige bist, der lahm und verkrüppelt ist. Jeder, der hier an meinem Tisch sitzt, sieht von hier an aufwärts gut aus, aber darunter sieht es immer noch nicht gut aus. Sie kämpfen und leiden immer noch und weinen, können sich nicht selbst helfen, aber sie sitzen am Tisch des Königs und werden zu den Königskindern gerechnet! Um Jesu Willen! Nur um Jesu Willen.

Ich habe noch etwas anderes über Mephiboseth in einigen späteren Kapiteln gefunden. In Kapitel 19 ab V 25 heißt es:

Mephiboset aber, Sauls Sohn, kam auch herab, dem König entgegen. Und er hatte weder seine Füße noch seinen Bart gepflegt, noch seine Kleider gewaschen, von dem Tag an, als der König weggegangen war, bis zu dem Tag, als er in Frieden wiederkehrte.

Was ist hier passiert? Es gab eine skurille Familiensituation: Davids Sohn, Absalom wollte König werden und hat eine Spaltung im Volk verursacht, David musste vor seinem eigenen Sohn fliehen. Absalom wurde getötet, und David kam in Sorge und Trauer zurück, wo die Leute ihn am Jordan getroffen hatten. Der König fragte dann nach Mephiboseth, und Ziba log ihn an. Er sagte „Mephiboseth ist in der Stadt geblieben… er dachte wohl dass er König werden würde, wenn du nicht zurück kommst, weil er ja Sauls Enkel ist.“

Und David meinte „Gut, Ziba… dann bekommst du das Land, das ich Mephiboseth gegeben habe!“ Und als er König das ausgesprochen hatte, wurde es rechtsgültig, steht alles in Kapitel 16.

Dann schaut David sich um und sieht einen Krüppel, wie er langsam den Fluss herunterkommt. Er sieht genau hin und erkennt Mephiboseth! Unrasiert, nicht gewaschen, seine Füße waren schmutzig und und ungepflegt, schmutzige Kleider und gestunken hat er bestimmt auch. Und David fragte ihn „Warum bist du nicht herunter gekommen?“

– „Ich habs versucht, aber ich bin ein Krüppel und konnte nicht auf den Esel, dann hat mein Knecht Ziba mich betrogen und mich sogar vor dir verleumdet!“
Das hatte David nicht gewusst und er antwortet Mephiboseth: „Jetzt habe ich Ziba schon das ganze Land gegeben, ihr beide müsst es nun unter euch teilen!“
Und wie reagiert Mephiboseth? Ganz beachtenswert! Vers 31:

„Er soll alles haben!!“

„Ich liebe dich nicht, weil du mir das alles gegeben hast oder weil ich an deinem Tisch sitzen kann!“ Ich brauche das alles nicht! Ich will dich!!“

Ich sehe in der Reaktion Mephiboseth das Bild eines hingegebenen Kindes Gottes, das nicht fixiert ist auf die irdische Güter, die Gottes Segen ihm geben könnte. Es ging ihm nicht um Reichtum, Ehre, Landbesitz, Häuser, Autos, Handys oder Genuss. Er wollte nur die Gemeinschaft mit seinem König!

Mephiboseth ist hier ein Bild für jemanden, der verstanden hat, dass alleine Jesus das Ziel ist, die Gemeinschaft mit dem, der aus dem Tod errettet hat, der die Erlösung möglich gemacht hat. „Wenn ich dich, Gott, habe, dann frage ich nicht nach Himmel und Erde!“ so heißt es in einem Psalm. Ist das bei dir auch so?

Wie viele gute Tage verschwenden wir in Sorge an das tägliche Leben, um unsere Kinder und Familie, und die irdischen Güter, wo Gott doch versprochen hat, dass er sich darum kümmern wird? Durch das Sorgen und unsere kurzsichtigen Handlungen machen wir alles nur schlimmer. Wir können uns nicht freuen und lächeln, weil wir so beladen sind! Lasst uns eins wissen:

Der Gott, der uns herausgezogen hat aus einem einsamen, dürren, wüsten und trockenen Land hat uns doch nicht herausgezogen, damit wir diese Zeit in einem einsamen, dürren, wüsten und trockenem Leben zubringen!

Wie ist dein Leben im Moment? Wie fühlst du dich? 

Wir haben uns heute angesehen, was Erlösung bedeutet. Dass es ein Geschenk an uns ist, nicht weil wir so gut sind, sondern weil Jesus so gut ist. Und wir sind ewig sicher, nicht weil wir uns treu an ihm halten, sondern weil er sich treu an uns hält!

Hast du dieses Geschenk bereits angenommen? Sitzt du schon am Tisch des Königs? Wenn du noch nicht da sitzt, dann komm, egal wie lahm oder kaputt und verbraucht und sündig du dich selbst fühlst! Wir sind alle so an diesem Tisch, aber das ist alles UNTER dem Tisch, das muss uns nicht mehr kümmern. Wir sitzen am Tisch des Königs!

Und wenn du auch schon an diesem Tisch sitzt: Fehlt dir etwas? Fehlt dir die Nähe zu Jesus? Fehlt ER dir? Bist du so abgelenkt vom Leben, dass er nicht mehr der Mittelpunkt deines Lebens ist? Denke daran: Laufe zu ihm, nicht weg von ihm!

Predigt, gehalten am 16.03.2014

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