Rückblick auf die Predigerkonferenz 2014

Lange hatte ich mich darauf gefreut, nun sind die schönen Tage in Lemgo auch schon wieder vorbei. Gemeinsam mit über 800 Pastoren, Gemeindeältesten und anderen Dienern aus 170 Gemeinden war ich auf der alle zwei Jahre stattfindenden Zusammenkunft, die auch starke Unterstützung aus den USA und Kanada erhält.
Das Treffen stand unter dem Motto „Die Gemeinde Jesu – Säule der Wahrheit„, was erst einmal ziemlich theoretisch klang. Durch die Vorträge, die jeweils morgens und ab 16 Uhr stattfanden, wurde das Motto dann jedoch praktisch, zumindest mehr oder weniger, je nachdem wie der Dozent es zu vermitteln verstand.

Hier ist der Erfahrungsbericht der Predigerkonferenz 2010 zu finden.

Die wichtigsten Bausteine waren für mich jedoch die Workshops, die thematisch zahlreich zur Verfügung standen. Ich selbst besuchte einen, der den Aufbau von Gemeinde in ländlichen Gebieten beschrieb und viele praktische Ideen aufzeigte, wie man mit Menschen ins Gespräch kommen kann. Geleitet wurde er von zwei inspirierenden Männern: Sieghard Pfeifle und Tobias Müller von der Internen Arbeitsgemeinschaft Mission. Anschließend an den Workshop gaben sie mir die Gelegenheit, über tiefgehende Fragen und eigene Probleme in meinem Wirkungskreis zu reden.

Predigerseminar 2014 - Der Saal

Predigerseminar 2014 – Der Saal

Mein zweiter Workshop befasste sich mit Burn-Out im christlichen Dienst – ein Thema bei uns, weil wir relativ weniger Männer in der Gemeinde sind, die dementsprechend viel Arbeit schultern müssen und darum oft unter der Last ächzen – oder diese einfach nicht mehr tragen können. Ein Pastor aus Amerika, Dr. Gary Mathena, zeigte anhand des REFRESHED-Prinzips (Deutsch: ERFRISCHT, zusammengesetzt aus den Anfangsbuchstaben von Restore, Exercise, Focus, Rest, Express, Set margins, Help, Enjoy und Develop), wie man sich vor Burn-Out schützen kann. Hier waren einige erstaunliche Erkenntnisse für mich dabei, die ich noch nicht so bedacht hatte. Eines davon war sicherlich, dass jeder Gemeindediener sich körperlich und sportlich betätigen sollte, um gesund und fit zu bleiben, denn es sind oft die Kranken und Schwachen, die vom Satan angegriffen werden. Selbst Jesus wurde nach 40 Tagen Fasten angegriffen, als er praktisch körperlich ausgelaugt und müde war. Doch er war standhaft.

Alle weiteren Informationen zur Predigerkonferenz, die auch wieder vom 25. – 28. Mai 2016 stattfindet, lassen sich auf deren Website finden.

Was mir besonders gut gefallen hat, war, wie das gesamte Treffen schon von Beginn an organisiert wurde. Die Verwaltung von der Online-Anmeldung über ein effektives System der Schlafplatzverteilung in privaten Haushalten und Freizeitheimen lief absolut reibungslos ab. Überall gab es WLAN, das einen schnellen Austausch von Daten ermöglichte. An einem Terminal, dessen Software eigens dazu erstellt wurde, könnte man sich die Vorträge selbst auf einen USB-Stick ziehen. Die Ton- und Bildtechnik legte sich so gut ins Zeug, dass es niemals zu irgendwelchen Schwierigkeiten kam. Bedenkt man, dass der Veranstalter einen russlanddeutschen Hintergrund hat, der neuen Technologien oft skeptisch gegenüber steht, verlief dieser Teil auch für die Amerikaner vorbildlich – einer davon sprach das sogar an und wünschte sich eine solche Disziplin auch für sein Land.

Predigerkonferenz - Der Saal von vorne

Predigerkonferenz – Der Saal von vorne

Weniger gefreut hat mich, dass oft so viel Werbung gemacht wurde für das Bibelseminar Bonn. Natürlich ist es der Hauptveranstalter und hat all die Kontakte geknüpft, dennoch: die nur wenige Kilometer entfernte Bibelschule Brake, die auch sehr bibeltreu ist, wurde kein einziges Mal erwähnt. Warum auch? Hier würde ich mir mehr Neutralität wünschen.

Etwas traurig fand ich auch, bei wenigen leitenden Männern eine gewissen Rastlosigkeit zu sehen, die sich einmal sogar in spürbarer Arroganz mir gegenüber zeigte. Viel beschäftigt und wenig Bereitschaft zum Zuhören. Aber auch verständlich, da das Event ja auch viel Stress mit sich bringt. Ich wünsche euch, was ich erlebt habe: Fokussierung auf wichtige Prioritäten, die mir hier bewusst geworden sind.

Am Ende dieser ganz kurzen Zusammenfassung möchte ich das Video der Predigt einbinden, das die Predigerkonferenz abgerundet hat. Ulrich Parzany hat uns wichtige Fragen gestellt. Seht es euch an und lasst euch ermutigen!

(Sollte das Video nicht starten, ist es auch auf Youtube nochmals zu finden: http://youtu.be/5-Ot_wrsPL4)

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