Wie Smartphone-Abhängigkeit dem kommenden Antichristen nutzen kann

Wo liegt der Sinn darin, Menschen von Ihren Smartphones abhängig zu machen? Dieser Frage wollte ich mal aus dem Blickwinkel des kommenden Antichristen begegnen. Ich gebe zu, es ist ein spekulatives Thema, jedoch sehe ich als Geek die technische Entwicklung genau auf dieses Ziel hin zulaufen.

Ich habe heute eine Analyse des Smartphone-Verhaltens der User weltweit gelesen. Darauf wurde unter anderem deutlich, dass ein Drittel aller Smartphone-User in Großbritannien Ihre Smartphone innerhalb erst ersten 5 Minuten nach dem Aufwachen einschalten, um sich über irgend etwas zu informieren. Im Bericht hieß es:

A third of all smartphone users in the U.K.—or 11 million adults—check their phone within five minutes of waking, according a report published Thursday from consulting group Deloitte. 67% of 18 to 24-year-olds do so within 15 minutes.

And there is a set routine. Most smartphone owners first check their text messages (33%), followed by e-mail (25%), and then social networks (14%), says the report, based on data from a survey of 4,000 people.

The pattern of phone “addiction” continues during the day. One in six adults looks at their phones more than 50 times a day. 18 to 24-year-olds check their device on average 53 times a day, and for 13% the figure is more than 100 times. In comparison 65 to 75-year-olds check their device 13 times a day on average and for 56% it is less than 10 times.

Wer des Englischen nicht so mächtig ist, hier eine kurze Zusammenfassung:

  • 11 Millionen Engländer checken Ihr Handy 5 Minuten nach dem Aufwachen, 67% der 18-24-Jährigen innerhalb 15 Minuten danach (Wenn genau so viele Christen nach dem Aufstehen beten würden, wäre das schon nicht schlecht…)
  • 33% der Leute prüfen zuerst Ihre SMS, dann E-Mails (25%) und danach die sozialen Netzwerke (14%)
  • Das Muster des „Suchtverhaltens“ zieht sich durch den Tag: Einer von sechs Erwachsenen schaut mehr als 50 Mal täglich auf sein Smartphone, 13% der Befragten sogar mehr als 100 Mal. Die 65-75-Jährigen tun das zum Vergleich nur 13 mal täglich.

Im Beitrag selbst gibt es noch mehr spannende Zahlen. Was aber jedoch können wir daraus für den Blick auf die Zukunft und dem Weltreich der Überwachung unter einer vermutlich globalen Regierung ziehen?

Spurgeon sagte es einmal treffend: „Der Satan ist der Affe Gottes – er versucht, ihm alles nachzumachen“.
Was kann Gott? Er ist allwissend und jeder Mensch ist für ihn ein persönliches Individuum, auch bei 7 Milliarden von uns.

Mit Smartphones und der nächsten Generation der wearable oder implantable Devices bekommt der kommende Antichrist ähnliche Fähigkeiten: Alle damit ausgestatteten Individuen fast persönlich zu „kennen“, zu finden und identifizieren zu können. Zwar weiß er dann noch nicht, was in den Köpfen der Menschen genau vorgeht (er ist also noch immer nicht allwissend), durch die Informationen, die wir jedoch jetzt schon täglich auf FB oder Twitter posten, werden wir vorhersehbar.

Ich beobachte ständig, wie alle Netzfunktionen näher aneinanderrücken: Was habe ich wo gepostet, wer hat mich auf welchem Bild identifziert, bei welchen Diensten bin ich mit ein und derselben E-mail Adresse als User ID gelistet usw? Schlussendlich gibt es ein Ziel: Ein möglichst 100% personifiziertes, digitales Bild von mir als User.

Was machen wir jetzt mit diesem Wissen? Alle Smartphones wegwerfen, unsere User-Accounts auf allen Portalen löschen und nie wieder online gehen? Natürlich nicht. Es geht darum, verantwortungsbewusst mit den Dingen umzugehen, die wir online machen. Natürlich ist das alles andere als einfach: Etwas, das ich für einen Spaß halte, kann in einer ganz bestimmten Lebenssituation von Dritten gegenüber der Öffentlich so ausgenutzt werden, dass ich schlecht dastehe – die Medien kriegen schließlich alles heraus, wie selbst Jesus es mal formulierte:

Alles, was ihr im Finstern redet, wird man darum im Licht hören, und was ihr in den Kammern ins Ohr gesprochen habt, wird auf den Dächern verkündigt werden. (Lk 12,3)

Wie ist das bei dir? Fürchtest du die Entwicklung der letzten Zeit? Bist du jemand aus der Generation Always-Online? Oder siehst du das alles nicht so eng? Sag‘ mir deine Meinung unten in den Kommentaren.

Kommentiere.