Mit diesen 3 Dingen kannst du das Leben deiner Kinder nachhaltig verändern

Was möchtest du deinen Kindern fürs Leben mitgeben? Was brauchen sie von dir, damit sie wachsen und gedeihen können? Was Kinder am meisten brauchen, ist viel einfacher als es scheinen mag und die drei folgenden „Gaben“ sind ein guter Anfang dafür. Jeremiah Krieger schreibt:

Wir hatten als Familie gerade eine stressige Arbeits- und Dienstwoche hinter uns. Und selbst wenn wir Zeit miteinander verbracht hatten, waren wir immer in Eile. Als ich an einem Morgen gerade zur Tür hinausgehen wollte, hielt mich mein Sohn auf: „Papa, ich will etwas nur mit dir machen.“ Ich wusste, dass er damit Recht hatte. Meine Frau hatte in letzter Zeit ohnehin Schwierigkeiten gehabt, mit ihm zurechtzukommen.

Er ist unser ältestes Kind und bekam den engen Zeitplan heftiger zu spüren als unsere jüngeren Kinder. Er brauchte mich. Also nahm ich ihn mit zur Arbeit, obwohl ich viel zu tun hatte. Er malte und spielte auf dem iPad, während ich an meinem Schreibtisch arbeitete. Der erste Schultag im neuen Schuljahr rückte näher und ich wusste, dass es bald keine solchen Sommertage mehr geben würde.

Wir verbrachten drei Stunden miteinander, ehe ich ihn zum Mittagessen nach Hause brachte. Seine Einstellung änderte sich, und damit auch sein Verhalten. Wir hatten eine solche Zeit, ganz für uns allein, dringend nötig gehabt, um uns als Vater und Sohn näher zu kommen. Es musste auch nichts Besonderes sein, es musste einfach nur tief gehen.

Dann fing ich an, darüber nachzudenken, was ich meinem Kind auf lange Sicht mitgeben wollte. Etwa ein Viertel der Zeit, die mein ältester Sohn zuhause leben wird, ist bereits vorbei. Es fühlt sich an, als hätten wir ihn eben erst aus dem Krankenhaus mit nach Hause genommen! In Zukunft möchte ich es richtig machen. Und oft heißt das, meine Zeit, die ich jetzt habe, sinnvoll einzusetzen.

Hier sind die drei Dinge, von denen ich denke, dass jeder von uns sie seinen Kindern mitgeben kann. Dinge, die ihr Leben wirklich prägen werden:

1.) Die Gemeinde und Gottes Wort

Unsere Kinder haben das Privileg verdient, in einer christuszentrierten Gemeinde unter gesunden Beziehungen und einem richtigen Verständnis der Schrift aufzuwachsen. Traurigerweise ist genau das etwas, wobei ich meine Generation versagen sehe. Eltern fühlen sich nicht mehr so sehr einer Gemeinschaft von Gläubigen verpflichtet wie es früher der Fall war. Das geschieht aus mehreren Gründen: Verletzung, fehlendes Verlangen, zerstörte Beziehungen oder die fehlende Wahrnehmung der Gemeinde als wichtig für das tägliche Leben. Die Gemeinde geht aber weiter voran, verändert Leben und spielt immer noch eine große Rolle darin, unseren Kindern zu zeigen, wie Gott möchte, dass sie ihr Leben führen. Ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie mich als Kind mit zu den Gottesdiensten zerrten, wenn ich mich weigerte, mitzukommen.

Die Gemeinde ist auch ein Hafen, in dem unsere Kinder ermutigt und zugerüstet werden und in dem sie von klein auf lernen, Gott zu lieben. Es ist unsere Pflicht, sie unter Menschen großzuziehen, die Gott lieben und fürchten – sie brauchen um sie herum noch andere positive Stimmen als unsere. Genau dann, wenn wir als Eltern nicht mehr weiter wissen, können wir durch die Unterstützung der Gemeinde in den schwierigen Zeiten der Kindererziehung ermutigt werden. In unserem Zuhause liegt es in unserer Verantwortung, unseren Kindern zu helfen, Gottes Wort zu verstehen und ein Spiegelbild seiner Liebe zu werden.

2.) Aufmerksamkeit

Wo immer du bist, sei ganz dort!

Jim Elliot schrieb einmal: „Wo immer du bist, sei ganz dort!“ Von allen Menschen auf dieser Welt machen ausgerechnet Kinder das richtig. Dem, was sie tun, sind sie ganz hingegeben. Für gewöhnlich wollen sie auch, dass ein Erwachsener ihnen dabei Aufmerksamkeit schenkt oder mitmacht – oder wenigstens davon Kenntnis nimmt. In ihrer Sprache wird Liebe „ZEIT“ geschrieben.

Für uns Eltern könnte das heißen, dass wir uns zu ihnen herunter beugen und uns mit ihnen beschäftigen müssen: draußen spielen, miteinander ausgehen, über den Tag sprechen, fragen, ob sie etwas bedrückt und ihnen sagen: „Ich liebe dich.“ Manchmal brauchen sie es einfach nur, dass wir da sind und zuhören. Heutzutage bedeutet das für uns, dass wir uns von unseren Smartphones und anderen Störfaktoren lösen müssen, wenn sie uns daran hindern, ganz bei der Sache zu sein.

3.) Familiäres Beisammensein

Gemeinsam zu Tisch sitzen, im Park spielen, einkaufen fahren, die Landschaft bei einer Wanderung erkunden, einen Film schauen, Ferientraditionen wahren, einen Ausflug machen… All diese Dinge können bleibende Erinnerungen mit unseren Kindern schaffen und sorgen bei ihnen für ein Gefühl der Sicherheit, der gegenseitigen Annahme und des Zusammenseins. In einer Kultur, in der man darüber definiert wird, was man tut, gibt es nichts, was so sehr zufrieden stellt und erfrischt, als einfach nur beisammen zu sein.

Die Familienzeit zur Priorität zu machen könnte bedeuten, dass wir zu Anderem „nein“ sagen müssen, um für unsere Familie zu etwas Besserem „ja“ sagen zu können. Es könnte bedeuten, langsamer zu treten und an einem Samstag einmal nichts zu tun. Deine Kinder werden sich mehr an gemeinsame Unternehmungen erinnern als an deinen engen Zeitplan oder all die Dinge, die du ihnen gekauft hast.

Ich bin selbst noch dabei, diese Dinge besser zu verstehen und ich weiß, dass ich noch viel zu lernen habe. Das ist alles viel leichter gesagt als getan und es wird immer schwierige Tage geben. Aber ich bete, dass John, wenn er in 10 Jahren seinen Schulabschluss macht, sagen kann, dass mir diese Gaben für ihn wichtig waren und dass er die Auswirkungen dieser Dinge in seinem kleinen Leben sieht und erfährt.

Bild oben: © Elena Efimova, shutterstock.com

Geschrieben von Jeremiah Krieger, übersetzt von Lukas Schnabel

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